Anleitungen für Kinder

Im folgenden gebe ich einen Auszug eines Artikels wider, den ich für den Verlag WEKA Media (Kissing) verfasst habe und der im kommenden Mai erscheint. Der Artikel erscheint in der Praxislösung „Technische Dokumentation erstellen“, die ich bereits seit 12 Jahren, seit einigen Jahren zusammen mit Prof. Dr. Ing. Ulrich Thiele, herausgeberisch betreue. Wenn Ihnen der Artikel gefällt und Sie unsere Praxislösung kennenlernen möchten, nehmen Sie unter Angabe der Kennziffer KB-0412 über birgit.hoechsmann@weka.de Kontakt zum Verlag auf.

Auszug:

Kinder nehmen Produkte noch sehr unbefangen in Betrieb und nutzen diese, ohne durch weitreichende Erfahrung vorbelastet zu sein. Will heißen, es besteht eher die Gefahr, dass sie sich verletzen oder etwas am Produkt beschädigen oder zerstören, als bei erwachsenen bzw. erfahrenen Nutzern. Daher sind entsprechende Warnhinweise besonders wichtig und müssen unter Beachtung der bereits beschriebenen Aspekte in die Dokumentation eingefügt werden. Wenn die Inbetriebnahme oder Nutzung mit Gefahren für bestimmte Altersgruppen verbunden ist, muss ein Hinweis zur Altersfreigabe sowohl in der Anleitung, als auch auf der Verpackung angegeben werden.

Sspezifische Warnhinweise vorgeschrieben

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gab im Juli 2011 in einer Pressemitteilung bekannt, dass „für einzelne Spielzeugkategorien künftig jeweils spezifische Warnhinweise vorgeschrieben sind. Diese müssen mit dem Wort „Achtung“ beginnen, in deutscher Sprache verfasst und gut lesbar sein.“

Das Prüfangebot des VDE für elektrisches Spielzeug führt als ersten Punkt die „Überprüfung der Aufschriften und Anweisungen“ auf. Dies unterstreicht die enorme Wichtigkeit der Warnhinweise z.B. auf der Verpackung sowie in der Technischen Dokumentation.

Besonders bei möglichen Verletzungsgefahren sind Warnhinweise für Kinder deutlicher, als für erwachsene Benutzer zu formulieren und sollten auch mit Warnsymbolen versehen sein.

Dieses Beispiel einer Playmobil-Anleitung zeigt einen Warnhinweis, der auf Kleinteile hinweist, die von kleinen Kindern leicht verschluckt werden können. Der Hinweis, dass das Produkt nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet ist, dürfte allgemein auch relativ bekannt sein.

Weiter wird dazu aufgefordert, die Anleitung sorgfältig aufzubewahren, was besonders aufgrund der potentiellen Gefahr wichtig ist, auf die auf der Rückseite mit einer Warnung in vielen Sprachen hingewiesen wird:

Sicherheit

Der Text aus der Anleitung des bekannten Spielzeugherstellers ist in allen Sprachen übersetzt, die für den Zielmarkt relevant sind, das große Textfeld ist nicht zu übersehen, und es wird deutlich mit dem Signalwort ACHTUNG auf die mögliche Verletzungsgefahr hingewiesen. Es besteht hier eine Verletzungsgefahr z.B. des Gesichtes und besonders der Augen des Kindes oder Dritter, wenn statt der im Lieferumfang enthaltenen Plastikpfeile z.B. Nägel als Geschosse verwendet werden. Der warnende Text weist somit deutlich auf diese Gefahr hin. Noch auffälliger und im Sinne des bereits Gesagten klarer erkennbar wäre die Kennzeichnung mit einem Warnsymbol auch auf dieser Seite.

Bedienung

Die Abbildung zeigt den Warnhinweis in weiteren Sprachen sowie eine textfreie Anleitung zur Bedienung der Kanone. Weil die Bedienung sehr einfach ist, sind nur zwei Pfeile zur Erklärung nötig. Die Tatsache, dass der Pfeil durch einfaches Drücken des Abzugs in Bewegung abgefeuert wird, ist anhand des roten Pfeils sowie durch die blauen Streifen vor dem Pfeil der Kanone ersichtlich, die Geschwindigkeit symbolisieren.

Liste gefährlicher Spielzeuge

Unter www.eu-info.de gibt es eine Liste mit 1700 nach Kategorien geordneten gefährlichen Spielzeugen. Vor einigen Jahren wurden Millionen Spielzeuge aus dem asiatischen Raum vom Markt genommen, da diese über das erlaubte Maß hinaus mit Schadstoffen belastet waren. Laut Stiftung Warentest gibt es kaum Spielzeug, das völlig von Schadstoffen frei ist. Entsprechende Erklärungen von Herstellern beziehen sich deswegen auch in der Regel nicht auf die Freiheit von Schadstoffen, sondern auf die Einhaltung der relevanten Bestimmungen.

(Abbildungen mit freundl. Genehmigung: geobra Brandstätter GmbH & Co. KG, PLAYMOBIL Pressestelle)

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