Bugs, Strom und die Viererkette

Heute im Garten Bugs fotografiert. Dabei eine neue Spezies entdeckt. Dunkle Ahnungen haben mich dabei beschlichen. Es werden schlimme Dinge in der Computerwelt passieren. Diese neue Sorte tritt immer zu viert auf. Immer. Und vier ist so eine Sache. Während drei das Ding ausführen, wartet immer einer im Hintergrund. IMMER, das ist eine Regel ohne Ausnahme. Ein Gesetz. Diese neuen Bugs habe ich noch nie zu dritt beobachtet.

Während die Großen und Erfolgreichen dieses Planeten Ihre nächsten Coups planen und sich dabei – wie dumm! – auf die Technik verlassen, ist es nach einem Meeting der neuen Bugs – man kann es unschwer auf dem Foto erkennen – längst beschlossene Sache: es wird demnächst Bugs geben, dass es jenen noch lange danach in den Ohren gellen wird.

Wir können viel von Flora und Fauna lernen. In diesem Fall gelang mir das nur, weil die Blüte einer speziellen Mohnblumensorte, die meine Frau in unserem Garten züchtet, die vorderen Blätter verlor und dadurch den Blick auf das Innenleben frontal ermöglichte. Es wäre mir sonst nicht möglich gewesen, das Treffen dieser Vierergruppe einer neuen Buggeneration auf die Speicherkarte zu bannen. Dass dieses Treffen sich ausgerechnet auf einer Mohnblumenblüte abspielt, lässt die dunklen Wolken der Ahnungen noch schwärzer erscheinen und dass die Bugs ebenfalls schwarz sind, macht quasi den Deckel zu.

Sie werden in jedem Fall zuschlagen und es wird weh tun. Besonders denen, die nicht auf dauernden neuen Schnickschnack verzichten wollen und immer das neueste Gerät haben müssen. Uff – bin ich froh, dass ich ein Toughbook habe, das ist ein Notebook für härtesten Einsatz in Dreck und Nässe, und ich werde keinesfalls das Betriebssystem updaten, eher werde ich es jetzt downgraden. Im Ernst, ich werde die niedrigste noch mögliche Version des Betriebssystems sowie sämtlicher Software aufspielen.

Mit der Viererkette ist nicht zu spaßen. Außerdem habe ich gelesen, dass der nächste geomagnetische Sonnensturm irgendwann ansteht. Dabei könnte in ganzen Regionen der Erde für Wochen oder gar Monate die Stromversorgung zusammenbrechen. In der Sonne fusionieren JEDE SEKUNDE 700 Millionen Tonnen Protonen zu Helium-Atomkernen. Das nenne ich Nachhaltigkeit. Und dann geht wegen einer winzigen Unregelmäßigkeit in diesem gigantischen Reaktor innerhalb von Minuten oder Stunden die halbe Welt den Bach runter. An der Frühwarnung vor dieser Gefahr wird emsig gearbeitet, bisher liegt die Vorwarnzeit aber lediglich im Minutenbereich. Alles andere ist nur Augenwischerei und interessiert übrigens die Viererkette einen Dreck.

Genauso wie mein Notebook Dreck auch nicht interessiert. Und auch die Viererkette verblasst vor den wirklich großen Gefahren. Aber, wenn das tatsächlich alles irgendwann so passiert, wie eben beschrieben, was mache ich ohne Strom?

Ohne Strom und ohne die Möglichkeit, den Akku wieder aufzuladen, wird die Menschheit demnächst vor dem Dilemma stehen, die Zeit, die momentan mit allen möglichen Geräten verbracht wird, wieder sinnvoller zu füllen. Womit? Ja, womit eigentlich?

Nur mal so als Übung habe ich jetzt mal eine Viertelstunde alle Geräte ignoriert und die Bibel hevorgeholt.

Bei der Recherche nach dem Stichwort „Stunde“ stößt man in der Offenbarung des Johannes im 18. Kapitel auf folgenden geheimnisvollen Abschnitt:

„16 und sagen: Wehe, wehe! die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen!

17 Denn in einer Stunde wurde dieser so große Reichtum verwüstet! Und jeder Kapitän und die ganze Menge derer, die auf den Schiffen sind, und die Matrosen, und alle, die auf dem Meer arbeiten, standen von ferne
18 und riefen, als sie den Rauch ihrer Feuersbrunst sahen: Wer war der großen Stadt gleich?

19 Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und riefen weinend und trauernd: Wehe, wehe! die große Stadt, in der alle, die Schiffe auf dem Meer hatten, reich gemacht wurden durch ihren Wohlstand! Denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden!“

Bemerkenswert, welche Spuren man finden kann, bloß weil man im Garten ein paar Bugs fotografiert hat.

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